Gesellschafts- und weltpolitische Themenabende

 

Die politische Bildung stellt einen wichtigen Aspekt moderner pädagogischer Konzepte dar und ist daher auch in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit.

Sie ermöglicht es Heranwachsenden Zusammenhänge im politischen Geschehen zu erkennen, Toleranz und Kritikfähigkeit zu üben und demokratische Spielregeln zu erlernen und bildet somit die Grundlage für die Herausbildung und Weiterentwicklung von aktiver gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Außerdem bietet sie den Jugendlichen eine Möglichkeit ihre Fragen zur aktuellen Weltpolitik stellen und sich über die sonst meist nur durch Medien vermittelten Ereignisse austauschen zu können.

In regelmäßigen Abständen finden daher in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ Informationsabende und Workshops zu aktuellen, jugendrelevanten gesellschafts- und weltpolitischen Themen statt. Hierzu werden fachkundige Referenten/innen eingeladen, die die Veranstaltungen gemeinsam mit den Sozialpädagogen/innen im Haus durchführen. Diese Themenabende richten sich nicht nur an Jugendliche sondern stehen allen interessierten Bürgern offen.

Vorankündigungen für unsere nächsten Themenabende:


Mi., 04.10.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Himmel, Herrgott, Sakrament

In einer Zeit, in der so viele Menschen wie nie die katholische Kirche verlasssen, gelingt es dem bundesweit bekannten Münchner Stadtpfarrer, seine Geimeinde für den Glauben zu begeistern.

Sein Rezept heißt Klartext.

Seine Gottesdienste finden vor vollem Haus statt und seine leidenschaftlichen Predigten werden oft spontan beklatscht. Er pflegt einen ganz eigenen Stil indem er beispielsweise an Heiligabend Sekt ausschenkt und einen DJ auflegen lässt – schließlich wird der Geburtstag Jesu gefeiert.

Will die Kirche sprachfähig und glaubwürdig sein, dann braucht sie Temperamente wie Rainer Maria Schießler.
Sein Buch steht unter dem Motto seiner Osterbotschaft von 2015 >>Mut zur Veränderung<< und benennt die heiklen Themen innerhalb der katholischen Kirche, die seiner Meinung nach zu einem Glaubwürdigkeitsverlust geführt haben.

Referent:        Herr Rainer M. Schießler

 

Do., 16.11.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Deradikalisierung von Jugendlichen

Die Aufmerksamkeit für religiös begründeten Extremismus ist durch die fast tägliche Berichterstattung in den Medien sehr groß. Die Sensibilität für das Thema wird größer und die
Fragestellungen an die Jugendarbeit werden lauter.
– Was prägt Jugendliche, was gibt ihnen Halt?
– Was treibt sie in die Extreme?
– Was macht den Salafismus für Jugendliche interessant?
– Wie bemerke ich eine Radikalisierung und welche Handlungsoptionen habe ich?

Referent:          Frau Claudia Dantschke

Claudia Dantschke, geboren 1963 in Leipzig, studierte
dipl. Arabistik an der Universität Leipzig und arbeitete in den 90er Jahren als freie Journalistin bei dem deutsch-türkischen Lokalsender AYPA-TV in Berlin.
Seit 2001 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH Berlin, [und war dort] zunächst tätig im Bereich Community Coaching. Seit 2011 leitet sie die Beratungsstelle „Hayat“ der ZDK gGmbH, ein Projekt „Deradikalisierung salafistisch oder dschihadistisch orientierter Jugendlicher über das soziale Umfeld“.

Sie berät in der Beratungsstelle für Deradikalisierung (HAYAT-Deutschland) Angehörige und Personen, die sich salafistisch radikalisieren oder sich dem militanten Jihadismus anschließen und gegebenfalls in Konfliktregionen ausreisen. HAYAT ist außerdem eine Anlaufstelle für Personen, die mit dem militanten Jihadismus brechen und gewalttätige Gruppen verlassen wollen.

  

bereits stattgefundeneThemenabende 2017:

 
Do., 29.06.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Emanzipation im Islam/Muslim Girls

Referentin:          Frau Sineb E

Do., 04.05.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Feminismus im Islam

Wie also sieht es aus mit der Geschlechtergerechtigkeit im Islam?

Referentin:          Frau Khola Maryam Hübsch

Islam und Menschenrechte, Islam und Frauenrechte – ist das nicht ein Widerspruch? Auch wenn es muslimische Aktivistinnen gibt, die sich als Feministinnen bezeichnen, bleibt die Frage, inwiefern die Emanzipation der Frau in der Religion des Islams verankert ist.
Nicht erst seit den Ereignissen der Kölner Silvesternacht wird über den Islam als Ursache für die Diskriminierung der Frau diskutiert – ein Diskurs der auch von rechtspopulistischer Seite instrumentalisiert wird.
Wie also sieht es aus mit der Geschlechtergerechtigkeit im Islam? Ist der Islam mit den Menschenrechten kompatibel? Und kann es eine Allianz muslimischer und säkularer Feministinnen geben? Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede?


Fr., 31.03.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Wie München am Krieg verdient

Deutschland ist der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt. München ist die führende Waffenstadt Deutschlands. Firmen wie Airbus, Krauss Maffei-Wegmann, MTU Aero Engines, Taytheon Deutschland, RUAG Deutschland, Rhode & Schwarz und viele weitere entwickeln oder exportieren von München Kriegswaffen in alle Welt. Diese bringen den Tod in zahlreichen Kriegen und Bürgerkriegen.

Jürgen Grässlin beantwortet zentrale Fragen zum Waffenhandel:

  • Wie gelangen deutsche Waffen – legal und illegal – ind Krisen- und Kriegsgebiete?
  • Wer sind die Toptäter in der Politik und in der Rüstungsindustrie?
  • Wer sind die Opfer dieser skruppelosen Wirtschaftspolitik?
  • Was muss die Bundesregierung ändern und was können wir tun, damit Waffenhandel gestoppt wird?

Referent:          Herr Jürgen Grässlin

zählt seit vielen Jahren zu den profiliertesten Rüstungsgegnern Deutschlands. Er ist Sprecher der aktuellen Kampagne „Aktion Aufschrei: Stoppt den Waffenhandel!“, Bundessprecher der Deutschen Friedensgesellschaft- Vereinigte KriegsdienstgegnerInnen (DFG-VK) sowie der kritischen Aktionärinnen Daimler (KAD) und Vorsitzender des RüstungsInformationsBüros (RIB e.V.). Er ist Autor zahlreicher kritischer Sachbücher über Rüstungsexporte sowie Militär. und Wirtschaftspolitik, darunter internationale Bestseller. 2009 wurde Grässlin mit dem „Preis für Zivilcourage“ der Solbach-Freise Stiftung und 2011 mit dem „Aachener Friedenspreis“ ausgezeichnet. Die von ihm mitbegründete Aufschrei-Kampagne erhielt 2012 den Stuttgarter Friedenspreis zugesprochen.


Fr., 10.03.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Verzerrte Sichtweisen

Syrer bei uns. Von Ängsten, Missverständnissen und einem veränderten Land

Seit dem Ausbruch der Revolution im Jahr 2011 und dem darauf folgenden
zerstörerischen und blutigen Krieg in Syrien sind mehr als 500.000 Syrer nach
Deutschland geflohen. Sie alle möchten in Deutschland Arbeit oder Ausbildungsplätze
finden, ihre Kinder wollen in Kindergärten und Schulen gehen, sie müssen – so die
Forderung von Politik und Gesellschaft – gut integriert werden. Eine gewaltige
Herausforderung, die auch Ängste in der deutschen Gesellschaft freigesetzt hat. Mit ihrem
Buch „Verzerrte Sichtweisen – Syrer bei uns. Von Ängsten, Missverständnissen und
einem veränderten Land“ ermöglicht die Journalistin Kristin Helberg, eine der
hierzulande besten Kennerinnen Syriens, ein besseres Verständnis für die Syrer, für ihr
Land, ihre Kultur, ihre Mentalität und für ihr Zurechtfinden in einem neuen und für sie
fremden Land.

Referent:        Frau Kristin Helberg

1973 in Heilbronn geboren, arbeitet als freie Journalistin für die ARD, den ORF und (SRF) das Schweizer Radio DRS sowie für verschiedenen Print und Onlinemedien. Zwischen 2001 und 2008 lebte und arbeitete sie in Damaskus. Im deutschsprachigen Raum gehört sie zu den gefragtesten Expertinnen zu Syrien und dem Nahen Osten.

Do., 16.02.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Living in Emergency

Filmvorführung Dokumentarfilm

Der Filmemacher Mark Hopkins hat drei Ärzte und eine Ärztin auf ihren Katastropheneinsätzen in Liberia und in der Demokratischen Republik Kongo begleitet.

Zwei der vier Freiwilligen sind zum ersten Mal im Einsatz: Der 26 jährige australische Arzt Davinder Gills, der in der abgelegenen Klinik im liberianischen Busch arbeitet, und der amerikanische Chirurg Thomas Krueger, der sich kaum eine Pause gönnt, um die vielen Notfälle in der Hauptstadt Monrovia zu bewältigen.

Die beiden anderen sind erfahrene Mitarbeiter: Kiara Lepora ist eine dynamische Projektleiterin, di versucht, die Spannungen in ihrem Team unter Kontrolle zu behalten und der Arzt Christopher Brasher, der erschöpft ist von dem vielen Leid, dass er gesehen hat und deshalb darüber nachdenkt, nach seinem Einsatz in der D.R. Kongo, mit der Arbeit als humanitärer Helfer aufzuhören.

Mitten im Chaos muss jeder seinen eigenen Weg finden, mit der Realität des Projektalltags zurecht zu kommen: Den Herausforderungen, den schweren Entscheidungen, die es täglich zu treffen gilt und den Grenzen, die dem Idealismus gesetzt sind.

 Do., 12.01.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Wer den Wind sät

Wer den Wind sät, wird Sturm ernten: Michael Lüders beschreibt die westlichen Interventionen im Nahen Osten und zeigt ihre desaströsen Folgen, darunter Terror, Staatszerfall und der Siegeszug islamistischer Milizen.

Sein neues Buch liest sich wie ein polit-Thriller – nur leider beschreibt es die Realität.

Referent:         Herr Michael Lüders

Michael Lüders lastet die Konflikte im Nahen Osten den USA an:

„… eine Politik der militärischen Intervention, wie sie die USA seit 2001, seit den Terroranschlägen des 11. September vollzogen haben, sei es in Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Lybien und im Jemen, [hat] in allen genannten Ländern lediglich Staatsverfall gebracht…, zu Anarchie und Chaos geführt.“

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Mi., 26.10.2016, 19.00 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Antisemitismus in der arabischen Welt

Der Antisemitismus ist europäischen Ursprungs, hat aber im Laufe der Kolonialzeit in den arabischen Gesellschaften Wurzeln geschlagen. Verschärft wurde er insbesondere im Nahostkonflikt. Aktuell gewinnt das Thema des arabischen Antisemitismus durch die Ankunft der Flüchtlinge aus der Nahostregion an Brisanz und entfacht damit eine Debatte in Politik und Gesellschaft. Der Vortrag soll seine Entstehungsgeschichte, seine Gründe und die Relevanz und Wirkung für die Gegenwart im arabischen Raum, aber auch im deutschen Kontext näher beleuchten.

Referent:         Prof. Dr. Omar Kamil, Politikwissenschaftler
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow Institut für jüdische Geschichte und Kultur der Universität Leipzig und Professor für Politik und Zeitgeschehen des Nahen Ostens an der Universität Erlangen. Heute lehrt er in Abu-Dhabi und in Deutschland. Autor von Der Holocaust im arabischen Gedächtnis, Eine Diskursgeschichte 1945 – 1967 (2012)

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Do., 17.11.2016, 19 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Der Islamische Staat/Da’ish als Herausforderung- Zur Bedeutung und Bekämpfung einer Terrororganisation

Der sogenannte Islamische Staat in Irak und Syrien (ISIS/Da`ish) scheint seine Anziehungskraft nicht verloren zu haben. Junge Menschen aus arabisch-islamischen Ländern aber auch aus westlichen Gesellschaften schließen sich der Terrororganisation an. Die Staatengemeinschaft reagierte  2014 mit der Bildung einer  internationalen Allianz zur militärischen Bekämpfung von ISIS/Da`ish.
Der Ausgangspunkt der Ausführungen ist eine Grenzziehung zwischen ISIS als Terrororganisation und ISIS als „Idee“. Mit militärischen Mitteln mag  ISIS als Organisation erfolgreich bekämpft werden können, doch wie kann die Staatengemeinschaft mit der dahinter stehenden Ideologie umgehen? Ausgehend von dieser zentralen Fragestellung wird sich der Vortrag mit folgenden Fragen beschäftigen: Was ist ISIS/Da`ish als Ideologie? Was macht die Anziehungskraft der Terrororganisation aus? Mit welchen gesellschaftlichen Strategien kann der Zulauf zu ISIS verhindert werden?

Referent:         Prof. Dr. Omar Kamil, Politikwissenschaftler
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow Institut für jüdische Geschichte und Kultur der Universität Leipzig und Professor für Politik und Zeitgeschehen des Nahen Ostens an der Universität Erlangen. Heute lehrt er in Abu-Dhabi und in Deutschland. Autor von Der Holocaust im arabischen Gedächtnis, Eine Diskursgeschichte 1945 – 1967 (2012)

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Themenreihe Islam 2016

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Do. 21. April 2016

Der Islam – Eine Religion stellt sich vor!

Themenabend mit Imam Ahmad Al Khalifa

Ahmad Al-Khalifa ist studierter Agraringenieur aus Alexandria/Ägypten. Der langjährige ehemalige Leiter des Islamischen Zentrums in München Freimann ist Dialogreferent des Muslim-Rates in München und Kulturreferent der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland.

Seine Themenschwerpunkte sind neben Erziehung, Integration und Familienführung auch Forschungen zur Geschichte des Islams in Deutschland und Europa.

Er wird bei seinem Vortrag auf die wichtigsten Aspekte des muslimischen Glaubens eingehen. Ebenso wird er aus seiner langjährigen Praxis als Imam berichten und für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.

Veranstaltungsort: Jugendfreizeitstätte Planet ‘O‘

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: frei

Do. 02. Juni 2016

Warum steht der IS-Terror im Widerspruch zum Islam?

Themenabend mit Döndü Kandemir (IFA-I)

Der Islam ist nicht Iran, Afghanistan oder Syrien und ebenso wenig die unterdrückte Frau oder eine Gewalt legitimierende Sharia. Im Spiegel der Medien erscheint der Islam in einem verzerrten Bild. Daher gilt es, eine Brücke zu dem Teil der Bevölkerung zu schlagen, der dem Islam mit Vorurteilen begegnet.

Der Verein Initiative für Aufklärung im Islam (IFA-I) setzt sich für die Etablierung eines Islamverständnisses ein, das mit den Grundwerten und der Lebenswirklichkeit in Deutschland übereinstimmt. Er möchte auf diese Weise sowohl der Stigmatisierung von Muslimen in Deutschland als auch menschenverachtenden Handlungen auf der ganzen Welt entgegenwirken und aktiv an der Gestaltung einer multikulturellen Gesellschaft mitwirken.

 

Veranstaltungsort: Jugendfreizeitstätte Planet ‘O‘

Beginn 19.00 Uhr

Eintritt: frei

 

So. 12. Juni 2016

Tag der Offenen Tür im Islamischen Zentrum München (Freimann- Moschee)

Die Freimann-Moschee wurde von 1967 bis 1973 als 7. Moschee in Deutschland und erste Moschee in Bayern erbaut.

Ahmad Al-Khalifa, der ehemalige Leiter des Islamischen Zentrums und Imam der Moschee, lädt an diesem Tag mit einer persönlichen Führung zum Kennenlernen und zur Begegnung ein.

Treffpunkt:

Islamisches Zentrum München, Wallnerstr. 1-5, 80939 München

Beginn: 15.00 Uhr

Eintritt: frei

(Weitere Infos und eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf: www.islamisches-zentrum-muenchen.de)

 

 

Berichte von unseren letzten Themenabenden:

 

16. April 2015 – Das Judentum – Eine Religion stellt sich vor -Vortrag und Gespräch mit Dr. Antje Yael Deusel

DeuselAm Abend des 16. April 2015 fanden sich rund 50 Interessierte in der Jugendfreizeitstätte Planet `O` in Oberschleißheim ein, um Frau Dr. Antje Yeal Deusel, Ärztin und Rabbinerin der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, in ihren Ausführungen zu verschiedenen Themen und Fragen des Judentums zu folgen.

judentum flyerneuDer Themenabend fand als Kooperation der Jugendfreizeitstätte „Planet `O` mit dem katholischen Pfarrverband St. Wilhelm statt. Im Rahmen des zweistündigen Vortrags inklusiver einer vertiefenden Gesprächsrunde erläuterte die Rabbinerin nicht nur einige Grundbegriffe des Judentum, wie etwa der „Tora“ oder des „Talmud“. Nach dem zwinkerndem Einwurf ihrerseits, dass allein die Grundeinführung zum Judentum an einer Universität bereits 5 Semester veranschlagen würde, und dies sicherlich den Rahmen spränge, lenkte sie ihren Vortrag zu zeitnahen Themen.

judentum flyerneu2Insbesondere das in der Öffentlichkeit häufig kontrovers diskutierte Thema der „Beschneidung“ stand dabei in ihrem Fokus. Aber auch Fragen nach Bestattungsriten oder Möglichkeiten der Konvertierung wurden von Frau Dr. Deusel greifbar und nachvollziehbar dargestellt und beantwortet.

Analytisch, humorig und einfühlsam beschrieb sie ihre „lebensfrohe Religion“ und vermittelte dem Zuhörer stets das Gefühl, in einem Dialog um Verständnis, Akzeptanz und Miteinander der verschiedenen Religionen zu stehen.

Hier der Bericht als PDF Download: Pressemitteilung Judentum

 


 

11. März 2015 – „Brennpunkt Nahost“ – Vortrag und Gespräch mit Jörg Armbruster

ArmbrusterAm 11.März 2015 fand in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ ein Vortrag mit anschließendem Gespräch mit dem Nahost-Experten Jörg Armbruster statt. Jörg Armbruster ist einer der erfahrensten deutschen Auslandskorrespondenten und kennt den Nahen Osten aus seiner langjährigen Erfahrung als ehemaliger Leiter des ARD-Studios in Kairo, wo er unter anderem live vom Krieg im Irak, dem arabischen Frühling und dem Bürgerkrieg in Syrien berichtete.armbruster flyer vorderseite

Bei seinem Vortrag zeigte er auf, welche politischen Kräfte auf die Konflikte in Syrien und im Irak einwirken, wie sich die Terrororganisation IS organisiert und finanziert und welche Auswirkungen die großen Flüchtlingsströme aus diesem Krisengebiet auf die Nachbarländer Jordanien, Libanon und die Türkei haben.

Er berichtet aber zugleich von seinen persönlichen Erfahrungen mit den Menschen dort und zeichnete so ein sehr eindrucksvolles Bild von der katastrophalen Lage vor Ort.

Hier der Bericht als PDF Download: Pressemitteilung Themenabend Jörg Armbruster

 


 

09.Oktober 2014 – „Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen“ – Eine deutsche Familie kämpft für Afghanistan – Vortrag und Gespräch mit Dr. Reinhard Erös

Erös Am 9. Oktober war in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ der Afghanistan-Experte und ehemalige Oberstarzt der Bundeswehr Dr. Reinhard Erös zu Gast. Der engagierte Arzt und Träger des Bundesverdienstkreuzes berichtete ausführlich über die Lebenssituation der Bevölkerung in Afghanistan und seine Aufbauarbeit in den Kriegs- und Krisengebiet.

Schockiert durch die katastrophale medizinische Versorgung der Landbevölkerung, zog er bereits 1986, Erös - Flyer Vorderseitewährend der sowjetischen Besatzung des Landes, mit seiner Familie an die pakistanisch-afghanische Grenze. Dort bildete er junge Afghanen zu Ärzten aus und versorgte, finanziert durch private Spenden, in versteckten „Höhlen-Kliniken“ die Zivilbevölkerung der paschtunischen Bergdörfern. Von seinen Erfahrungen aus jener Zeit handelt auch sein Buch: „Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen“.

1998 gründete er mit seiner Familie die Initiative „Kinderhilfe Afghanistan“ und seit dem Ende des Taliban-Regimes 2001 baute er mit Hilfe von Privatspenden und mit Unterstützung der Einheimischen 25 Friedens-Schulen für Jungen und Mädchen, sowie Berufsschulen und Zukunftswerkstätten, in denen junge Männer unter anderem lernen können, wie Solarkocher und Solarlampen hergestellt werden und Computerschulen. Außerdem betreibt seine Initiative eine Mutter-Kind-Klinik, sowie mehrere Waisenhäuser.

Themenabend ErösErst kürzlich am 03. Oktober 2014 wurde, trotz vieler Schwierigkeiten im Vorfeld, in der Provinz Laghman die Deutsch-Afghanische-Friedens-Universität eröffnet. An der junge afghanische Männer unter anderem Landwirtschaft und junge Frauen Journalismus studieren können.

Hier der Bericht als PDF Download: Pressemitteilung Themenabend von Dr. Reinhard Erös

 

 

Berichte über weitere Themenabende und Veranstaltungen finden sie auch auf dieser Seite. Informationen zu unseren Referenten und Gästen finden sie auf der Seite Special Guests.

 

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