Gesellschafts- und weltpolitische Themenabende

Die politische Bildung stellt einen wichtigen Aspekt moderner pädagogischer Konzepte dar und ist daher auch in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ ein Schwerpunkt der pädagogischen Arbeit.

Sie ermöglicht es Heranwachsenden Zusammenhänge im politischen Geschehen zu erkennen, Toleranz und Kritikfähigkeit zu üben und demokratische Spielregeln zu erlernen und bildet somit die Grundlage für die Herausbildung und Weiterentwicklung von aktiver gesellschaftlicher und politischer Partizipation. Außerdem bietet sie den Jugendlichen eine Möglichkeit ihre Fragen zur aktuellen Weltpolitik stellen und sich über die sonst meist nur durch Medien vermittelten Ereignisse austauschen zu können.

In regelmäßigen Abständen finden daher in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ Informationsabende und Workshops zu aktuellen, jugendrelevanten gesellschafts- und weltpolitischen Themen statt. Hierzu werden fachkundige Referenten/innen eingeladen, die die Veranstaltungen gemeinsam mit den Sozialpädagogen/innen im Haus durchführen. Diese Themenabende richten sich nicht nur an Jugendliche sondern stehen allen interessierten Bürgern offen.

Vorankündigungen für unsere nächsten Themenabende:

Di., 06.11.2018, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

„Verändert die Welt aber zerstört sie nicht“

Referentin:     Norbert Blüm 

 

Mi., 07.11.2018, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Heimat – Ein Phantomschmerz

Referentin:      Christian Schüle

Sa. 10.11.2018, 19:30 Uhr, im Bürgerzentrum 

ABEDELKARIM : STAATSFREUND NR.1

 

Mi. 28.11.2018, 20 Uhr, im Bürgerzentrum 

Theater : Anders als Du Glaubst

 

Bereits stattgefundeneThemenabende :

 

Fr., 04.05.2018, 19:00 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei
Konzert : Bejarano & Microfon Mafia : la vita continua

Emotionales Kulturprojekt für das Leben

Zeitzeugin Esther Bejarano & Microphone Mafia berühren im Planet ‚O‘ die Herzen Oberschleißheim – Trotz eines zunehmenden Antisemitismus in Deutschland und der peinlichen Echo-Preisverleihung versicherte Juliana Krolop von der Oberschleißheimer KJR-Freizeitstätte Planet ‚O‘: „Ich bleibe optimistisch.“ Kein Wunder, denn sie konnte den zahlreichen Zuhörern ein ganz besonderes Konzert mit Lesung präsentieren. Der Auftritt von Esther Bejarano und der Microphone Mafia zeigte, dass „Musik auch anders sein kann und junge Leute positiv erreichen kann“, so Krolop.

Die 94jährige Zeitzeugin Esther Bejarano sang nicht nur, sondern las auch aus ihrer Biografie „Erinnerungen“: Als Jüdin landete sie in Auschwitz. Dort spielte sie Akkordeon in einem Mädchenorchester und bei einem Todesmarsch konnte sie fliehen und fand Schutz bei den Alliierten. Sie wanderte nach Israel aus und kehrte nach Deutschland zurück. Als Zeitzeugin berichtet sie in Schulen von den Nazi-Verbrechen und  gegenwärtig muss sie vor neuen rechten Parolen und Gesinnungen warnen. Eines hat Esther Bejarano in ihrem Leben nie verloren: Ihre Kraft und ihre Zuversicht.

Do., 03.05.2018, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei
Peace Maker: Mein Krieg. Mein Friede. Unsere Zukunft
Referent:       Simon Jacob

Nahost: „Hier wird es wieder Leben geben“

Peace Maker Simon Jacob las im Planet ‚O‘ aus seinem Buch

Oberschleißheim – Der Journalist und Buchautor Simon Jacob ist als Friedensstifter in Kriegsgebieten unterwegs und las nun  in der KJR-Freizeitstätte Planet ‚O‘ in Oberschleißheim aus seinem Buch „Peace Maker – Mein Krieg, Mein Friede, Unsere Zukunft“. Wer den Fernseher andreht, hört Nachrichten aus dem Krisenherd Nahost und erschreckende Opferzahlen, sieht Bilder von zerbombten Städten und leidenden Menschen. Doch Simon Jacob will im Rahmen des Peace Maker-Projektes „den Menschen im Westen zeigen, dass sich im Nahen Osten nicht alle Menschen bekriegen.“

Deniz Dadli, Leiter der Freizeitstätte Planet ‚O‘, machte sich bei der Lesung mit Diskussion ebenfalls stark für das Miteinander, aber er mahnte auch mit Blick auf den Krieg in Syrien, der längst ein Stellvertreterkrieg von Regierungsmächten ist, eine schnelle politische Lösung an. Für die Bevölkerung muss dort das Leid und der Kreislauf der Gewalt gestoppt werden, damit Friedensgespräche möglich werden. Aber es ist auch im friedlichen Europa jeder Einzelne gefordert, den Frieden zu erarbeiten und zu schützen. Deniz Dadli wies darauf hin: „Wir müssen uns bewusst sein, dass der Nahe Osten durch die Globalisierung zu einem Nachbarn geworden ist. Was dort geschieht, hat auch Auswirkungen auf uns und wir müssen uns fragen, ob wir uns so einen Nachbarn leisten können.“

Do., 19.04.2018, 19:30Uhr,  in  der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei
Das gespaltene Land – Wie Ungleichheit unsere Gesellschaft zerstört – und was die Politik ändern muss
Referent:       Alexander Hagelüken 

Das gespaltene Land braucht eine neue Politik

Alexander Hagelüken prangert die Ungerechtigkeit an

Oberschleißheim – Der SZ-Journalist und Buch-Autor Alexander Hagelüken schlug beim Themenabend in der Oberschleißheimer KJR-Freizeitstätte „Planet O“ Alarm: „Die Politik muss handeln, sonst wird das Land nicht wiederzuerkennen sein.“ In seinem Buch „Das gespaltene Land“ knöpft er sich fundiert die Ungleichheit vor, die unsere Gesellschaft zerstören kann
Mi., 21.03.2018, 19:30Uhr,  in  der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei
Warum es Gott nicht gibt und er doch ist
Referent:        Ahmad Milad Karimi
 „Religion gehört zum modernen Menschen“

Gibt es Gott? Ahmad Milad Karimi stellte im „Planet O“ sein Buch vor

Oberschleißheim – Der Islamwissenschaftler, Philosoph und Buchautor Ahmad Milad Karimi ging beim Dialog der Religionen in der Oberschleißheimer KJR-Freizeitstätte „Planet O“ der Frage seines gleichnamigen Buches nach: „Warum es Gott nicht gibt und er doch ist.“ Seine Antwort: Es gibt ihn nicht sichtbar, aber er ist über, unter und mit uns – und deshalb ist er eben doch.

 

Fr., 02.03.2018, 19:30Uhr,  in  der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

 

Christian Ude fordert „Macht endlich Politik!“

Appell für Ehrlichkeit und politischen Diskurs

Oberschleißheim – „Macht endlich Politik!“ Damit nahm Münchens ehemaliger Oberbürgermeister Christian Ude (SPD) am 2. März in der Jugendfreizeitstätte ‚Planet O‘ in Oberschleißheim Bezug auf sein aktuelles Buch „Die Alternative – oder: Macht endlich Politik!“. Zugleich appellierte er damit an die Bundespolitik.

 

 

  Do., 22.02..2018, 19:00Uhr,  in  der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Ein Morgen von Lampedusa – Szenische Lesung

Erinnerung am Lampedusa und Fragen nach Haltung

 Ein Morgen vor Lampedusa im Planet ‚O‘

Die szenische Lesung „Ein Morgen vor Lampedusa“ von Antonio Umberto Riccò gibt einen Einblick auf eine der schlimmsten Tragödien im Mittelmeer.  Um die Geschichtete von unseren Mitmenschen zu kennenzulernen, Menschen die  unter uns leben und über die wir so wenig wissen.

Es ist nicht möglich sich diese Bilder anzuschauen, die Erzählungen zu zuhören und keine Solidarität zu spüren. Eine berührende Lesung über dramatische Erfahrungen die tausenden von Menschen afrikanischer Herkunft durchleben.

Hamado Dipama vom Bayrischem Flüchtlingsrat erzählte vor der Lesung, wie schwierig es für ihn sei, ins Meer zu gehen weil das Mittelmeer für ihn und viele Menschen Afrikanischer Herkunft der größte Friedhof der Welt geworden ist. „Tief in diesen Meer liegen so viel meiner Bruder und Schwestern“.

Vorgelesen wurde das Stück in Planet ‚O‘ von  Ulli Kampe (Katholische Pfarrer), Martina Buck (Evangelische Pfarrerin) Gaby Hohenberger (Gemeinderätin – Grünen), Peter Lemmen ( Gemeinderat SPD und Koordinator des Helferkreises Oberschleißheim) und Christian Kuchlbauer( Erster Bürgermeister).  Es handeltet sich um Zitate und Erzählungen von Überlebenden, Fischern und Bewohnern aus Lampedusa. „ Es ist sehr schwer den Text vorzulesen und nicht Emotional zu werden“  – so Christian Kuchlbauer.

Nach der Lesung trug Hamado Dipama noch eine Ehrung an die Müttern der über 380 Ertrunkenen vom 03.03.2013 vor Lampedusa vor. Mütter die in Afrika zurück geblieben sind und sich für ihre Kinder nichts anderes als eine glückliche Zukunft gewünscht haben.

Im Gespräch mit den Gästen tauchten viele Fragen auf, vor allem das es vorrangig um die Bekämpfung von Fluchtursachen gehen sollte und nicht darum die Grenzen der Europäischen Union zu sichern.

Do., 08.02.2018, 19:30Uhr,  in  der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

In Erdogans Visier – Warum er die Deutschtürken

radikalisieren will und was das für uns bedeutet

Referentin:         Hülya Özkan

Nach abgesagten Wahlkampfauftritten türkischer Minister in Deutschland unterstellt Präsident Erdogan deutschen Behörden „Nazi-Methoden“. Die deutsche Polizei warnt vor Ausschreitungen zwischen AKP-Anhängern und Kurden. Und im Streit um Satirebeiträge versucht Ankara, Einfluss auf die deutsche Pressefreiheit zu nehmen. Selten war das türkisch-deutsche Verhältnis so belastet wie derzeit. Etliche der rund drei Millionen in Deutschland lebenden Türken fühlen sich hierzulande abgehängt. Ihnen verleiht Erdogan ein neues Gefühl der Stärke. Derweil greift auch in Deutschland der Populismus immer stärker um sich. Hülya Özkan beschreibt, wie es zur besorgniserregenden Kluft zwischen Deutschen und Deutschtürken kam und warnt vor den möglicherweise verheerenden Folgen.

 

Do., 18.01.2018, 19:30Uhr,  in  der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Wie viel Glaube braucht das Land

Referentin:          Frau Beate Bäumer

Im Juli 2016 fehlte am Ende eine Stimme für die Aufnahme eines Gottesbezuges in die Präambel der Verfassung des Landes Schleswig-Holstein. Nach der Bekanntgabe des Ergebnisses – die Zweidrittelmehrheit war verpasst worden – war es absolut still im Kieler Plenarsaal. Dort, wo zwei Jahre lang immer wieder über den Gottesbezug diskutiert und gestritten worden war, hatten auch die Gegner einer solchen Formel die Bedeutung ihrer Entscheidung erfasst. Im Rückblick wird heute deutlich: Der vorangegangene, breite gesellschaftliche Diskurs war ein Wert an sich und hat dem Land wertvolle Impulse gebracht: das öffentliche Gespräch über die Bedeutung von Religion und Glauben und die Vertiefung der interreligiösen Beziehungen in Schleswig-Holstein. Die Debatten, insbesondere im Parlament, haben aber auch Fragen aufgeworfen: Welche Rolle spielt der Glaube von Politikerinnen und Politikern für ihre Entscheidungen? Warum stimmen plötzlich auch Agnostiker für einen Gottesbezug? Und warum ist Muslimen ein Gottesbezug wichtig? Wie sprechen wir heute über Gott, wie können wir für ihn werben? Welche Rolle nehmen hier die sozialen Medien ein? Wo liegen die künftigen Herausforderungen im Verhältnis von Staat und Religion? Die große Frage lautete schließlich: „Wie viel Glaube braucht das Land?“ Die Fragen nach dem Verhältnis von Religion und Staat sind für ganz Deutschland aktuell. Ein streitbares Buch, das sich mit entscheidenden Themen unserer Zeit befasst und klarmacht: Die Frage nach dem Glauben entscheidet auch darüber, was unsere Gesellschaft zusammenhält.

 Mi., 04.10.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Himmel, Herrgott, Sakrament

Referent:        Herr Rainer M. Schießler

In einer Zeit, in der so viele Menschen wie nie die katholische Kirche verlasssen, gelingt es dem bundesweit bekannten Münchner Stadtpfarrer, seine Geimeinde für den Glauben zu begeistern.

Sein Rezept heißt Klartext.

Seine Gottesdienste finden vor vollem Haus statt und seine leidenschaftlichen Predigten werden oft spontan beklatscht. Er pflegt einen ganz eigenen Stil indem er beispielsweise an Heiligabend Sekt ausschenkt und einen DJ auflegen lässt – schließlich wird der Geburtstag Jesu gefeiert.

Will die Kirche sprachfähig und glaubwürdig sein, dann braucht sie Temperamente wie Rainer Maria Schießler.
Sein Buch steht unter dem Motto seiner Osterbotschaft von 2015 >>Mut zur Veränderung<< und benennt die heiklen Themen innerhalb der katholischen Kirche, die seiner Meinung nach zu einem Glaubwürdigkeitsverlust geführt haben.

 

 

Do., 16.11.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Deradikalisierung von Jugendlichen

Referentin:          Frau Claudia Dantschke

Die Aufmerksamkeit für religiös begründeten Extremismus ist durch die fast tägliche Berichterstattung in den Medien sehr groß. Die Sensibilität für das Thema wird größer und die
Fragestellungen an die Jugendarbeit werden lauter.
– Was prägt Jugendliche, was gibt ihnen Halt?
– Was treibt sie in die Extreme?
– Was macht den Salafismus für Jugendliche interessant?
– Wie bemerke ich eine Radikalisierung und welche Handlungsoptionen habe ich?

Claudia Dantschke, geboren 1963 in Leipzig, studierte
dipl. Arabistik an der Universität Leipzig und arbeitete in den 90er Jahren als freie Journalistin bei dem deutsch-türkischen Lokalsender AYPA-TV in Berlin.
Seit 2001 ist sie wissenschaftliche Mitarbeiterin der ZDK Gesellschaft Demokratische Kultur gGmbH Berlin, [und war dort] zunächst tätig im Bereich Community Coaching. Seit 2011 leitet sie die Beratungsstelle „Hayat“ der ZDK gGmbH, ein Projekt „Deradikalisierung salafistisch oder dschihadistisch orientierter Jugendlicher über das soziale Umfeld“.

Sie berät in der Beratungsstelle für Deradikalisierung (HAYAT-Deutschland) Angehörige und Personen, die sich salafistisch radikalisieren oder sich dem militanten Jihadismus anschließen und gegebenfalls in Konfliktregionen ausreisen. HAYAT ist außerdem eine Anlaufstelle für Personen, die mit dem militanten Jihadismus brechen und gewalttätige Gruppen verlassen wollen.

Di., 26.09.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Blut muss Fliessen

Referent:        Peter Ohlenderof

„In der Phase des Suchlaufs dürfen Eltern ihre Kinder nicht allein lassen. Da können wir eine richtige Firewall aufbauen“, erklärte Peter Ohlendorf in der Oberschleißheimer KJR-Freizeitstätte Planet ‚O‘ und warnte vor den Gefahren der rechtsextremen Radikalisierung von Jugendlichen. Er hatte beim Themenabend „Blut muss fließen – Undercover unter Nazis“ den gleichnamigen Film im Gepäck und stand bei einer Diskussion Rede und Antwort. Auch Bürgermeister Christian Kuchlbauer nutzte den Themenabend als Informationsquelle.

 

Do., 29.06.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Emanzipation im Islam/Muslim Girls

Referentin:          Frau Sineb E

Mit Sineb El Masrar und ihrem Vortrag zum Thema „Emanzipation im Islam“ ging in der Kreisjugendring-Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ in Oberschleißheim die Themenreihe über den Islam zu Ende. Die Autorin und Gründerin des multikulturellen Frauenmagazins „Gazelle“ hatte auch ihr neues Buch „Emanzipation im Islam – Abrechnung mit ihren Feinden“ dabei. Sineb El Masrar erklärte unter anderem, dass es ohne die Frau keinen Islam gäbe. Schließlich habe die erste Frau des Propheten großen Einfluss auf den Islam genommen.

Sineb El Masrar hat marokkanische Wurzeln und wurde 1981 in Hannover geboren. Sie war in der Arbeitsgruppe „Medien und Integration“ im Kanzleramt und in der Deutschen Islam Konferenz tätig und hat die Bücher „Muslim Girls – Wer sie sind, wie sie leben“ und „Emanzipation im Islam – Eine Abrechnung mit ihren Feinden“ geschrieben.

Do., 04.05.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Feminismus im Islam

Wie also sieht es aus mit der Geschlechtergerechtigkeit im Islam?

Referentin:          Frau Khola Maryam Hübsch

Islam und Menschenrechte, Islam und Frauenrechte – ist das nicht ein Widerspruch? Auch wenn es muslimische Aktivistinnen gibt, die sich als Feministinnen bezeichnen, bleibt die Frage, inwiefern die Emanzipation der Frau in der Religion des Islams verankert ist.
Nicht erst seit den Ereignissen der Kölner Silvesternacht wird über den Islam als Ursache für die Diskriminierung der Frau diskutiert – ein Diskurs der auch von rechtspopulistischer Seite instrumentalisiert wird. Wie also sieht es aus mit der Geschlechtergerechtigkeit im Islam? Ist der Islam mit den Menschenrechten kompatibel? Und kann es eine Allianz muslimischer und säkularer Feministinnen geben? Wo liegen die Gemeinsamkeiten, wo die Unterschiede?

Fr., 31.03.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Wie München am Krieg verdient

Referent:          Herr Jürgen Grässlin

Deutschland ist der drittgrößte Rüstungsexporteur der Welt. München ist die führende Waffenstadt Deutschlands. Firmen wie Airbus, Krauss Maffei-Wegmann, MTU Aero Engines, Taytheon Deutschland, RUAG Deutschland, Rhode & Schwarz und viele weitere entwickeln oder exportieren von München Kriegswaffen in alle Welt. Diese bringen den Tod in zahlreichen Kriegen und Bürgerkriegen.

Jürgen Grässlin beantwortet zentrale Fragen zum Waffenhandel.

 

 

Fr., 10.03.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Verzerrte Sichtweisen

Referent:        Frau Kristin Helberg

Syrer bei uns. Von Ängsten, Missverständnissen und einem veränderten Land. Seit dem Ausbruch der Revolution im Jahr 2011 und dem darauf folgenden
zerstörerischen und blutigen Krieg in Syrien sind mehr als 500.000 Syrer nach
Deutschland geflohen. Sie alle möchten in Deutschland Arbeit oder Ausbildungsplätze finden, ihre Kinder wollen in Kindergärten und Schulen gehen, sie müssen – so die  Forderung von Politik und Gesellschaft – gut integriert werden. Eine gewaltige Herausforderung, die auch Ängste in der deutschen Gesellschaft freigesetzt hat. Mit ihrem Buch „Verzerrte Sichtweisen – Syrer bei uns. Von Ängsten, Missverständnissen und einem veränderten Land“ ermöglicht die Journalistin Kristin Helberg, eine der  hierzulande besten Kennerinnen Syriens, ein besseres Verständnis für die Syrer, für ihr Land, ihre Kultur, ihre Mentalität und für ihr Zurechtfinden in einem neuen und für sie fremden Land.

Do., 16.02.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Living in Emergency

Filmvorführung Dokumentarfilm

Der Filmemacher Mark Hopkins hat drei Ärzte und eine Ärztin auf ihren Katastropheneinsätzen in Liberia und in der Demokratischen Republik Kongo begleitet.  Zwei der vier Freiwilligen sind zum ersten Mal im Einsatz: Der 26 jährige australische Arzt Davinder Gills, der in der abgelegenen Klinik im liberianischen Busch arbeitet, und der amerikanische Chirurg Thomas Krueger, der sich kaum eine Pause gönnt, um die vielen Notfälle in der Hauptstadt Monrovia zu bewältigen. Die beiden anderen sind erfahrene Mitarbeiter: Kiara Lepora ist eine dynamische Projektleiterin, di versucht, die Spannungen in ihrem Team unter Kontrolle zu behalten und der Arzt Christopher Brasher, der erschöpft ist von dem vielen Leid, dass er gesehen hat und deshalb darüber nachdenkt, nach seinem Einsatz in der D.R. Kongo, mit der Arbeit als humanitärer Helfer aufzuhören. Mitten im Chaos muss jeder seinen eigenen Weg finden, mit der Realität des Projektalltags zurecht zu kommen: Den Herausforderungen, den schweren Entscheidungen, die es täglich zu treffen gilt und den Grenzen, die dem Idealismus gesetzt sind.

 Do., 12.01.2017, 19:30 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Wer den Wind sät

Wer den Wind sät, wird Sturm ernten: Michael Lüders beschreibt die westlichen Interventionen im Nahen Osten und zeigt ihre desaströsen Folgen, darunter Terror, Staatszerfall und der Siegeszug islamistischer Milizen.Sein neues Buch liest sich wie ein polit-Thriller – nur leider beschreibt es die Realität.

Referent:         Herr Michael Lüders

Michael Lüders lastet die Konflikte im Nahen Osten den USA an: „… eine Politik der militärischen Intervention, wie sie die USA seit 2001, seit den Terroranschlägen des 11. September vollzogen haben, sei es in Afghanistan, im Irak, in Syrien, in Lybien und im Jemen, [hat] in allen genannten Ländern lediglich Staatsverfall gebracht…, zu Anarchie und Chaos geführt.“

 


Mi., 26.10.2016, 19.00 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Antisemitismus in der arabischen Welt

Der Antisemitismus ist europäischen Ursprungs, hat aber im Laufe der Kolonialzeit in den arabischen Gesellschaften Wurzeln geschlagen. Verschärft wurde er insbesondere im Nahostkonflikt. Aktuell gewinnt das Thema des arabischen Antisemitismus durch die Ankunft der Flüchtlinge aus der Nahostregion an Brisanz und entfacht damit eine Debatte in Politik und Gesellschaft. Der Vortrag soll seine Entstehungsgeschichte, seine Gründe und die Relevanz und Wirkung für die Gegenwart im arabischen Raum, aber auch im deutschen Kontext näher beleuchten.

Referent:         Prof. Dr. Omar Kamil, Politikwissenschaftler
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow Institut für jüdische Geschichte und Kultur der Universität Leipzig und Professor für Politik und Zeitgeschehen des Nahen Ostens an der Universität Erlangen. Heute lehrt er in Abu-Dhabi und in Deutschland. Autor von Der Holocaust im arabischen Gedächtnis, Eine Diskursgeschichte 1945 – 1967 (2012)

omarkamil_antisemitismus_vs   omarkamil_antisemitismus_rs


Do., 17.11.2016, 19 Uhr, in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘, Eintritt frei

Der Islamische Staat/Da’ish als Herausforderung- Zur Bedeutung und Bekämpfung einer Terrororganisation

Der sogenannte Islamische Staat in Irak und Syrien (ISIS/Da`ish) scheint seine Anziehungskraft nicht verloren zu haben. Junge Menschen aus arabisch-islamischen Ländern aber auch aus westlichen Gesellschaften schließen sich der Terrororganisation an. Die Staatengemeinschaft reagierte  2014 mit der Bildung einer  internationalen Allianz zur militärischen Bekämpfung von ISIS/Da`ish.
Der Ausgangspunkt der Ausführungen ist eine Grenzziehung zwischen ISIS als Terrororganisation und ISIS als „Idee“. Mit militärischen Mitteln mag  ISIS als Organisation erfolgreich bekämpft werden können, doch wie kann die Staatengemeinschaft mit der dahinter stehenden Ideologie umgehen? Ausgehend von dieser zentralen Fragestellung wird sich der Vortrag mit folgenden Fragen beschäftigen: Was ist ISIS/Da`ish als Ideologie? Was macht die Anziehungskraft der Terrororganisation aus? Mit welchen gesellschaftlichen Strategien kann der Zulauf zu ISIS verhindert werden?

Referent:         Prof. Dr. Omar Kamil, Politikwissenschaftler
Er war wissenschaftlicher Mitarbeiter am Simon-Dubnow Institut für jüdische Geschichte und Kultur der Universität Leipzig und Professor für Politik und Zeitgeschehen des Nahen Ostens an der Universität Erlangen. Heute lehrt er in Abu-Dhabi und in Deutschland. Autor von Der Holocaust im arabischen Gedächtnis, Eine Diskursgeschichte 1945 – 1967 (2012)

Omar Kamil - Flyer Islamischer Staat-1Omar Kamil - Flyer Islamischer Staat-2

 

Themenreihe Islam 2016

thermereihe islam hochformat

thermereihe islam hochformat2

Do. 21. April 2016

Der Islam – Eine Religion stellt sich vor!

Themenabend mit Imam Ahmad Al Khalifa

Ahmad Al-Khalifa ist studierter Agraringenieur aus Alexandria/Ägypten. Der langjährige ehemalige Leiter des Islamischen Zentrums in München Freimann ist Dialogreferent des Muslim-Rates in München und Kulturreferent der Islamischen Gemeinschaft in Deutschland.

Seine Themenschwerpunkte sind neben Erziehung, Integration und Familienführung auch Forschungen zur Geschichte des Islams in Deutschland und Europa.

Er wird bei seinem Vortrag auf die wichtigsten Aspekte des muslimischen Glaubens eingehen. Ebenso wird er aus seiner langjährigen Praxis als Imam berichten und für Fragen und Diskussionen zur Verfügung stehen.

Veranstaltungsort: Jugendfreizeitstätte Planet ‘O‘

Beginn: 19.00 Uhr

Eintritt: frei

Do. 02. Juni 2016

Warum steht der IS-Terror im Widerspruch zum Islam?

Themenabend mit Döndü Kandemir (IFA-I)

Der Islam ist nicht Iran, Afghanistan oder Syrien und ebenso wenig die unterdrückte Frau oder eine Gewalt legitimierende Sharia. Im Spiegel der Medien erscheint der Islam in einem verzerrten Bild. Daher gilt es, eine Brücke zu dem Teil der Bevölkerung zu schlagen, der dem Islam mit Vorurteilen begegnet.

Der Verein Initiative für Aufklärung im Islam (IFA-I) setzt sich für die Etablierung eines Islamverständnisses ein, das mit den Grundwerten und der Lebenswirklichkeit in Deutschland übereinstimmt. Er möchte auf diese Weise sowohl der Stigmatisierung von Muslimen in Deutschland als auch menschenverachtenden Handlungen auf der ganzen Welt entgegenwirken und aktiv an der Gestaltung einer multikulturellen Gesellschaft mitwirken.

 

Veranstaltungsort: Jugendfreizeitstätte Planet ‘O‘

Beginn 19.00 Uhr

Eintritt: frei

 

So. 12. Juni 2016

Tag der Offenen Tür im Islamischen Zentrum München (Freimann- Moschee)

Die Freimann-Moschee wurde von 1967 bis 1973 als 7. Moschee in Deutschland und erste Moschee in Bayern erbaut.

Ahmad Al-Khalifa, der ehemalige Leiter des Islamischen Zentrums und Imam der Moschee, lädt an diesem Tag mit einer persönlichen Führung zum Kennenlernen und zur Begegnung ein.

Treffpunkt:

Islamisches Zentrum München, Wallnerstr. 1-5, 80939 München

Beginn: 15.00 Uhr

Eintritt: frei

(Weitere Infos und eine Anfahrtsbeschreibung finden Sie auf: www.islamisches-zentrum-muenchen.de)

 

 

Berichte von unseren letzten Themenabenden:

 

16. April 2015 – Das Judentum – Eine Religion stellt sich vor -Vortrag und Gespräch mit Dr. Antje Yael Deusel

DeuselAm Abend des 16. April 2015 fanden sich rund 50 Interessierte in der Jugendfreizeitstätte Planet `O` in Oberschleißheim ein, um Frau Dr. Antje Yeal Deusel, Ärztin und Rabbinerin der Israelitischen Kultusgemeinde Bamberg, in ihren Ausführungen zu verschiedenen Themen und Fragen des Judentums zu folgen.

judentum flyerneuDer Themenabend fand als Kooperation der Jugendfreizeitstätte „Planet `O` mit dem katholischen Pfarrverband St. Wilhelm statt. Im Rahmen des zweistündigen Vortrags inklusiver einer vertiefenden Gesprächsrunde erläuterte die Rabbinerin nicht nur einige Grundbegriffe des Judentum, wie etwa der „Tora“ oder des „Talmud“. Nach dem zwinkerndem Einwurf ihrerseits, dass allein die Grundeinführung zum Judentum an einer Universität bereits 5 Semester veranschlagen würde, und dies sicherlich den Rahmen spränge, lenkte sie ihren Vortrag zu zeitnahen Themen.

judentum flyerneu2Insbesondere das in der Öffentlichkeit häufig kontrovers diskutierte Thema der „Beschneidung“ stand dabei in ihrem Fokus. Aber auch Fragen nach Bestattungsriten oder Möglichkeiten der Konvertierung wurden von Frau Dr. Deusel greifbar und nachvollziehbar dargestellt und beantwortet.

Analytisch, humorig und einfühlsam beschrieb sie ihre „lebensfrohe Religion“ und vermittelte dem Zuhörer stets das Gefühl, in einem Dialog um Verständnis, Akzeptanz und Miteinander der verschiedenen Religionen zu stehen.

Hier der Bericht als PDF Download: Pressemitteilung Judentum

 


 

11. März 2015 – „Brennpunkt Nahost“ – Vortrag und Gespräch mit Jörg Armbruster

ArmbrusterAm 11.März 2015 fand in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ ein Vortrag mit anschließendem Gespräch mit dem Nahost-Experten Jörg Armbruster statt. Jörg Armbruster ist einer der erfahrensten deutschen Auslandskorrespondenten und kennt den Nahen Osten aus seiner langjährigen Erfahrung als ehemaliger Leiter des ARD-Studios in Kairo, wo er unter anderem live vom Krieg im Irak, dem arabischen Frühling und dem Bürgerkrieg in Syrien berichtete.armbruster flyer vorderseite

Bei seinem Vortrag zeigte er auf, welche politischen Kräfte auf die Konflikte in Syrien und im Irak einwirken, wie sich die Terrororganisation IS organisiert und finanziert und welche Auswirkungen die großen Flüchtlingsströme aus diesem Krisengebiet auf die Nachbarländer Jordanien, Libanon und die Türkei haben.

Er berichtet aber zugleich von seinen persönlichen Erfahrungen mit den Menschen dort und zeichnete so ein sehr eindrucksvolles Bild von der katastrophalen Lage vor Ort.

Hier der Bericht als PDF Download: Pressemitteilung Themenabend Jörg Armbruster

 


 

09.Oktober 2014 – „Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen“ – Eine deutsche Familie kämpft für Afghanistan – Vortrag und Gespräch mit Dr. Reinhard Erös

Erös Am 9. Oktober war in der Jugendfreizeitstätte Planet ‚O‘ der Afghanistan-Experte und ehemalige Oberstarzt der Bundeswehr Dr. Reinhard Erös zu Gast. Der engagierte Arzt und Träger des Bundesverdienstkreuzes berichtete ausführlich über die Lebenssituation der Bevölkerung in Afghanistan und seine Aufbauarbeit in den Kriegs- und Krisengebiet.

Schockiert durch die katastrophale medizinische Versorgung der Landbevölkerung, zog er bereits 1986, Erös - Flyer Vorderseitewährend der sowjetischen Besatzung des Landes, mit seiner Familie an die pakistanisch-afghanische Grenze. Dort bildete er junge Afghanen zu Ärzten aus und versorgte, finanziert durch private Spenden, in versteckten „Höhlen-Kliniken“ die Zivilbevölkerung der paschtunischen Bergdörfern. Von seinen Erfahrungen aus jener Zeit handelt auch sein Buch: „Unter Taliban, Warlords und Drogenbaronen“.

1998 gründete er mit seiner Familie die Initiative „Kinderhilfe Afghanistan“ und seit dem Ende des Taliban-Regimes 2001 baute er mit Hilfe von Privatspenden und mit Unterstützung der Einheimischen 25 Friedens-Schulen für Jungen und Mädchen, sowie Berufsschulen und Zukunftswerkstätten, in denen junge Männer unter anderem lernen können, wie Solarkocher und Solarlampen hergestellt werden und Computerschulen. Außerdem betreibt seine Initiative eine Mutter-Kind-Klinik, sowie mehrere Waisenhäuser.

Themenabend ErösErst kürzlich am 03. Oktober 2014 wurde, trotz vieler Schwierigkeiten im Vorfeld, in der Provinz Laghman die Deutsch-Afghanische-Friedens-Universität eröffnet. An der junge afghanische Männer unter anderem Landwirtschaft und junge Frauen Journalismus studieren können.

Hier der Bericht als PDF Download: Pressemitteilung Themenabend von Dr. Reinhard Erös

 

 

Berichte über weitere Themenabende und Veranstaltungen finden sie auch auf dieser Seite. Informationen zu unseren Referenten und Gästen finden sie auf der Seite Special Guests.

 

Comments are closed.